Bad Hersfeld

September/Oktober 2006

Reisen bildet ja bekanntlich - ob ein gewisser Herr Duden diese Ansicht auch teilte, ist mir wiederum nicht bekannt. Immerhin verließ er seinen Geburtsort Gut Bossig bei Wesel, machte u. a. Station in Soest und Bonn, bevor er 1876 ans Hersfelder Gymnasium berufen wurde. 1880 veröffentlichte er schließlich sein Werk - den Duden. Jeder kennt ihn, die meisten haben ihn und für Schreiberlinge ist er sowieso unverzichtbar.
Ein kleines, feines "Konrad-Duden-Museum" gibt es in Bad Hersfeld auch. Leider hatte ich bei meiner Reiseplanung die Öffnungszeiten nicht eingeplant. Denn eben jenes Museum hat nur an einem einzigen Tag in der Woche für zwei Stunden geöffnet, und zwar sonntags von 15 bis 17 Uhr. 

Böse Zungen behaupten ja, wenn ich unterwegs bin, würde ich immer nur alte Steine fotografieren. Um dieser Behauptung gerecht zu werden, hier also noch ein paar davon: 

Der ein oder andere hat sie vielleicht schon erkannt. Bei den alten Steinen handelt es sich um die Stiftsruine, in der alljährlich die Hersfelder Festspiele stattfinden. 
Den Turm darf man auch erklimmen (von innen, versteht sich). Allerdings ist der Aufstieg eng und dunkel (siehe Foto unten in der Mitte), und wer nicht ganz schwindelfrei ist, sollte sich lieber vorher überlegen, ob er wirklich bis ganz hinauf gehen will ...

 

Text + Fotos: Ulrike Stegemann